Viele Unternehmen nutzen MS SQL Server Reporting Services (SSRS) seit Jahren für klassische, paginierte Reports. Mit SQL Server 2025 verschiebt Microsoft den Schwerpunkt im On-Premises-Reporting deutlich. Microsoft kündigt an, dass keine neue SSRS-Version für SQL Server 2025 veröffentlicht wird. Power BI Report Server (PBIRS) wird zur Standardlösung.
Für eEvolution-Kunden ist die SSRS Ablösung eine gute Gelegenheit, die Berichtslandschaft zu modernisieren. PBIRS unterstützt neben RDL auch interaktive Power BI Reports. Das erweitert die Möglichkeiten gegenüber klassischem SSRS deutlich.
Was Microsoft offiziell zur SSRS Ablösung sagt
Microsoft formuliert die Richtung sehr eindeutig:
- PBIRS wird „default reporting solution“ für SQL Server 2025. Microsoft veröffentlicht keine neue SSRS-Version für SQL Server 2025. (Quelle: Microsoft SQL Server Blog)
- Microsoft konsolidiert On-Premises-Reporting unter PBIRS. Über SSRS 2022 hinaus erscheinen keine neuen Versionen. SSRS 2022 bleibt bis 11. Januar 2033 im Support. (Quelle: Microsoft Learn, Reporting Services consolidation FAQ)
Wichtig für die Planung ist außerdem die Übergangsfähigkeit. Microsoft weist darauf hin, dass bestehende RDL-Report-Assets in der Regel kompatibel sind.
Was sind SSRS und wofür wurden sie genutzt?
Microsoft SQL Server Reporting Services (SSRS) sind eine On-Premises-Reporting-Plattform im SQL-Server-Umfeld. Sie stellt Tools und Dienste bereit, um paginierte Berichte zu erstellen, bereitzustellen und zu verwalten.
Diese Berichte basieren auf RDL-Dateien (.rdl). Nach der Veröffentlichung liegen sie als Report-Objekte auf dem Report Server und werden dort ausgeführt.
In der Praxis wurde SSRS vor allem genutzt für:
- Standard-Reports im ERP-Kontext: Umsatzlisten, offene Posten, Bestandslisten, Einkaufs- und Verkaufsstatistiken.
- Formalisierte Management-Reports: Monatsberichte, Plan-Ist-Vergleiche, wiederkehrende KPI-Reports mit fester Struktur.
- Druck und PDF-Ausgabe: Berichte, die als PDF archiviert, per E-Mail versendet oder ausgedruckt werden.
- Automatisierung: Zeitgesteuerte Report-Jobs und E-Mail-Versand an definierte Empfängergruppen über Subscriptions.
Was bedeutet die SSRS Ablösung konkret
Die SSRS Ablösung bedeutet nicht, dass Ihre bestehenden Reports morgen nicht mehr laufen. Es bedeutet, dass SSRS als Produktlinie nicht weiterentwickelt wird und Sie bei der nächsten Modernisierung Ihrer Plattform, z.B. bei einem Upgrade in Richtung SQL Server 2025, umplanen sollten. Microsoft setzt dafür auf Power BI Report Server (PBIRS) als Standardlösung.
Konkret entstehen daraus drei Aufgaben:
- Bestand aufnehmen: Welche Reports sind geschäftskritisch. Welche sind nur historisch gewachsen.
- Zielbild festlegen: Welche Auswertungen bleiben paginiert. Welche sollen interaktiv werden.
- Schrittweise umsetzen: Erst Quick Wins und Standard-KPIs, danach die individuellen Reports.
Damit ist die Ablösung mehr als ein technischer Wechsel. Sie ist ein sinnvoller Anlass, die Datenauswertung mit moderner Business Intelligence (BI) neu aufzusetzen, inklusive interaktiver Dashboards und klarer KPI-Steuerung.
Die Chance: Von statischen Listen zu interaktiver Analyse
Der Wechsel von klassischen Reports zu Power BI ist weit mehr als ein technisches Update. Es ist der Sprung von der reinen Datenverwaltung zur echten Erkenntnisgewinnung. Während klassische Listen oft mühsam durchsucht werden mussten, bieten Ihnen moderne Dashboards eine völlig neue Form der Interaktivität.
Ein zentraler Vorteil ist die sogenannte Drill-Down-Funktionalität. Sie sehen eine Kennzahl in der Übersicht und können mit einem einzigen Klick tief in die dahinterliegenden Daten eintauchen, um die Ursache für eine Entwicklung zu verstehen. Ob Artikelbewegungen, Kundenstatistiken oder Lagerkennzahlen: Informationen werden nicht mehr nur starr angezeigt, sondern lassen sich aus verschiedenen Blickwinkeln flexibel filtern und analysieren.
Zudem bricht Power BI die Grenzen des Büros auf. Ihre Berichte sind auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets jederzeit verfügbar. So haben Sie auch im Außendienst oder in der Produktionshalle stets die aktuellsten Fakten zur Hand. Dank der nahtlosen Integration in Microsoft Teams können Sie Erkenntnisse zudem direkt mit Ihren Kollegen teilen und gemeinsam fundierte Entscheidungen treffen.
Erfahren Sie unserem Artikel mehr über zeitgemäßes Reporting: „Business Intelligence Lösung: Mit integrierter Power BI zu besseren Erkenntnissen“.
Schneller Start durch vordefinierte Content Packs
Wir wissen, dass Zeit ein kostbares Gut ist. Deshalb müssen Sie bei der Migration nicht bei Null anfangen. Wir haben für Sie umfassende Content Packs entwickelt, die bereits auf die Datenstruktur unseres ERP-Systems optimiert sind.
Diese Pakete enthalten vorbereitete Dashboards für die verschiedensten Unternehmensbereiche, von den Finanzen über den Vertrieb bis hin zur Materialwirtschaft. Damit erhalten Sie schlüsselfertige Auswertungen für Ihre wichtigsten Stammdaten, wie Artikel- und Kundendaten, die sofort einsatzbereit sind. Diese Standards bilden ein solides Fundament, auf dem Sie direkt aufbauen können, um Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen abzubilden.
SSRS Ablösung: Was passiert bei der Migration mit bestehenden Reports?
Bestehende SSRS-Reports sind in vielen Fällen nicht verloren. Microsoft betont, dass RDL-Report-Assets aus SSRS in der Regel kompatibel mit Power BI Report Server (PBIRS) sind. Wir unterstützen Sie dabei, diese wertvollen Informationsquellen nicht einfach nur zu erhalten, sondern sie im Zuge der Migration zu veredeln. Sie bekommen damit die Gelegenheit Ihre Berichtslandschaft zu verschlanken. So wird Ihr Reporting nicht nur schöner, sondern effizienter und aussagekräftiger.
Vorgehensmodell: So sieht ein realistischer Projektablauf aus
Ein erfolgreicher Umstieg von SSRS auf PBIRS und Power BI ist selten ein reines Technikprojekt. Entscheidend ist ein klarer Ablauf, der den laufenden Betrieb absichert und gleichzeitig schnelle Mehrwerte durch moderne BI liefert.
- Inventur: Bestehende SSRS-Reports und Datenquellen erfassen.
- Priorisierung: Reports nach Geschäftsrelevanz, Nutzergruppen und Aktualitätsbedarf bewerten.
- Zielbild: Festlegen, welche Berichte paginiert bleiben und welche für interaktive Power BI Reports geeignet sind und umgesetzt werden sollen.
- Quick Wins: Standard-KPIs und erste Dashboards zügig produktiv bringen.
- Migration in Wellen: Individuelle Reports schrittweise nach PBIRS überführen und fachlich optimieren.
- Governance: Rollen, Berechtigungen, KPI-Definitionen und Betriebsprozesse verbindlich festlegen.
Noch Fragen? Wir sind an Ihrer Seite.
Ein technologischer Wechsel dieser Größenordnung erfordert Planung und Sachverstand. Als Hersteller haben wir die technologische Basis und die Content Packs geschaffen, damit der Übergang so reibungslos wie möglich verläuft.
Für die konkrete Umsetzung und die Anpassung an Ihre Prozesse stehen Ihnen unsere erfahrenen Vertriebspartner zur Seite. Nutzen Sie diesen technologischen Wendepunkt als Chance, Ihr Unternehmen datengesteuerter und agiler aufzustellen. Ihr ERP-Ansprechpartner freut sich darauf, gemeinsam mit Ihnen den Fahrplan für Ihr zukünftiges Reporting zu entwerfen.