Im Mittelstand entscheidet Effizienz über Wettbewerbsfähigkeit. Automatisierte Geschäftsprozesse im ERP-System helfen, Routinen zu reduzieren, Abläufe zu beschleunigen und Fachkräfte zu entlasten. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Prozessautomatisierung funktioniert, wo die größten Potenziale liegen und welche technischen Voraussetzungen Sie dafür schaffen sollten.

Was ist Geschäftsprozessautomatisierung?

Automatisierte Geschäftsprozesse sind klar definierte Abläufe, die ohne manuelle Eingriffe ablaufen. Das ERP-System übernimmt Aufgaben wie Dokumenterstellung, Freigaben oder Benachrichtigungen auf Basis festgelegter Regeln. Dadurch wird aus einem linearen Prozess ein intelligenter Ablauf, der in Echtzeit reagiert und so die Wertschöpfung steigert. Diese Form der Geschäftsprozessautomatisierung (BPA) ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Transformation vieler Firmen, die ihre Verwaltung effizienter gestalten und sich Wettbewerbsvorteile sichern wollen.

Unterschied zwischen Digitalisierung und Automatisierung

Digitalisierung bedeutet, analoge Vorgänge in digitale Form zu bringen. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen geht einen Schritt weiter: Hier arbeitet die Software aktiv mit. Sie erkennt Ereignisse, verarbeitet Inhalte und stößt Folgeaktionen automatisch an, z.B. wenn ein Auftragseingang für Lagerware automatisch eine Lieferschein- und Rechnungserstellung auslöst. So entsteht ein Soll-Zustand, in dem Prozesse reibungslos, kosteneffizient und fehlerfrei ablaufen.

ERP-Systeme als Basis für Prozessautomatisierung

Ein ERP-System bündelt Unternehmensdaten zentral und ermöglicht eine transparente Verwaltung verschiedener Kategorien von Geschäftsprozessen von Einkauf, Produktion und Lager über Kundenservice bis zur Buchhaltung. Die ERP-gestützte Geschäftsprozessautomatisierung schafft die Grundlage, um Routineaufgaben zu automatisieren, Geschäftsziele zu erreichen und die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zu optimieren.

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Warum Prozessautomatisierung gerade jetzt entscheidend ist

Fachkräftemangel und steigender Arbeitsaufwand als Treiber der Automatisierung

Viele mittelständische Firmen in Deutschland stehen durch den wachsenden Fachkräftemangel unter Druck. Prozessautomatisierung hilft, Personalengpässe abzufedern und den Arbeitsaufwand zu reduzieren. Mitarbeiter können sich so auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren und die Qualität der Arbeit steigt.

Wirtschaftliche Vorteile und Kosteneffizienz automatisierter Abläufe

Automatisierte Prozesse senken Kosten, beschleunigen Durchlaufzeiten und minimieren Fehler. Studien zeigen, dass Unternehmen mit einem hohen Automatisierungsgrad bis zu 30 % produktiver arbeiten. Die Kosteneffizienz entsteht nicht nur durch weniger Personalaufwand, sondern auch durch optimierte Prozessabläufe und weniger Nacharbeit.

Wettbewerbsvorteile durch Effizienz, Transparenz und Prozessoptimierung

Im Wettbewerb zählt die Reaktionsgeschwindigkeit. Wer Prozesse automatisiert, steigert nicht nur die Effizienz, sondern gewinnt Transparenz über Bestände, Aufträge und Serviceeinsätze. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber langsameren Wettbewerbern. Die Prozessoptimierung durch Business Process Automation fördert zudem Innovationen und stärkt die Position am Markt.

Funktionsweise von Automatisierungsprozessen im ERP-Kontext

Workflow-Steuerung und Integration von Software-Lösungen

Moderne ERP-Software verfügt über integrierte Workflow-Engines, die definieren, wann und wie Aufgaben automatisch ausgeführt werden. So wird etwa ein Genehmigungsprozess ausgelöst, wenn ein bestimmter Betrag überschritten wird oder eine E-Mail versendet, sobald ein Auftrag abgeschlossen ist. Die Integration von CRM, Dokumentenmanagement-Systemen (DMS) und weiteren Tools ermöglicht eine durchgängige Automatisierung.

Von der Datenerfassung bis zur automatischen Weiterverarbeitung

Ein typisches Beispiel ist die Bestellung eines Kunden über den Onlineshop. Das ERP-System prüft Verfügbarkeit, erstellt die Auftragsbestätigung, reserviert Artikel im Lager und informiert den Versand. Kein Mitarbeiter muss eingreifen. Das ist Business Process Automation (BPA) in der Praxis.

Beispiele für automatisierte Freigaben, Buchungen und Benachrichtigungen:

  • Automatische Rechnungsfreigabe nach Wareneingang
  • Automatische E-Mail-Benachrichtigung bei Lieferverzögerungen
  • Automatische Nachbestellung bei Unterschreiten von Mindestbeständen

Diese automatisierten Abläufe sparen täglich Zeit, reduzieren Fehlerquellen und verbessern die Qualität der Geschäftsprozesse.

Typische Anwendungsbereiche im Mittelstand

Auftragsabwicklung im Handel

Gerade im technischen Handel sind automatisierte Prozesse ein Schlüsselfaktor. Aufträge aus Webshop, EDI oder Telefon fließen direkt ins ERP. Verfügbarkeiten, Lieferzeiten und Zahlungsbedingungen werden geprüft. Das System erstellt Lieferscheine, Rechnungen und Versandetiketten automatisch.

Serviceeinsätze und Field Service Management

Technische Dienstleister profitieren, wenn Einsätze automatisch geplant werden. Das ERP verknüpft Kundenaufträge mit mobilen Apps im Außendienst. Techniker erfassen Zeiten und Materialien digital, die Abrechnung erfolgt sofort. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen beschleunigt so die Faktura und erhöht die Kundenzufriedenheit.

Lager- und Logistikprozesse

Automatisierte Lagerprozesse steuern Wareneingang, Kommissionierung und Versand. Barcode-Scanner oder mobile Endgeräte synchronisieren in Echtzeit die Daten mit dem ERP-System. Fehlbuchungen werden vermieden, Lagerbestände stets aktuell gehalten.

Fertigung, Einkauf und Projektmanagement

Im Maschinenbau und in der Fertigung sorgt Geschäftsprozessautomatisierung für Effizienz. CAD-Daten, Stücklisten und Fertigungsaufträge werden automatisch synchronisiert. Materialbedarf wird erkannt, Bestellungen ausgelöst und Fertigungsschritte zeitlich abgestimmt.

So entlastet Prozessautomatisierung Ihre Teams

Wegfall repetitiver Aufgaben und Reduzierung des Arbeitsaufwands

Fachkräfte verbringen oft Stunden mit manueller Datenerfassung oder Nachverfolgung von Aufträgen. Durch Business Process Automation entfällt dieser Aufwand. Systeme übernehmen Routineaufgaben, Mitarbeitende gewinnen Zeit für komplexe und strategische Tätigkeiten.

Effizientere Zusammenarbeit durch durchgängige Prozesse und transparente Inhalte

Automatisierte Workflows verbinden Abteilungen. Informationen stehen überall in Echtzeit bereit. Das erleichtert Abstimmungen, beschleunigt Entscheidungen und verbessert die interne Kommunikation.

Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Wertschöpfung

Anstatt Daten zu prüfen oder Belege zu suchen, können Teams sich auf Kundenberatung, Produktentwicklung oder Servicequalität konzentrieren. Die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, weil weniger operative Hektik entsteht und die Wertschöpfung im Unternehmen zunimmt.

Praxisbeispiele aus drei Branchen: Automatisierung in der Unternehmensrealität

Handel: Automatisierte Versand- und Bestellprozesse

Ein Großhändler digitalisierte seine Versandabwicklung zwischen ERP, Lager und Shop-System. Heute laufen 90 % der Bestellungen ohne manuelles Eingreifen durch. Die Lieferzeiten haben sich um 25 % verkürzt und die Fehlerquote im Versand halbiert.

Serviceunternehmen: Digitaler Außendienst mit ERP-App

Ein technischer Dienstleister stattete seine Servicetechniker mit mobilen ERP-Apps aus. Einsatzberichte, Fotos und Zeiten werden vor Ort erfasst und automatisch verarbeitet. Die Abrechnung erfolgt innerhalb eines Tages.

Maschinenbau: Automatisierte Projektabwicklung mit CAD-Integration

Ein Maschinenbauer verband CAD, Einkauf und Fertigung direkt mit dem ERP-System. Änderungen an Stücklisten oder Zeichnungen werden automatisch weitergegeben. Das sorgt für Transparenz und minimiert Abstimmungsfehler.

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Technische Voraussetzungen für Prozessautomatisierung

Offene Schnittstellen und API-Verbindungen für flexible Integration

Die Grundlage erfolgreicher Automatisierung sind offene Schnittstellen. Software-Lösungen wie ERP, DMS, CRM und E-Commerce-Plattformen müssen Daten nahtlos austauschen können, um eine durchgängige Prozessautomatisierung zu gewährleisten.

Dokumentenmanagement-Systeme als Automatisierungsgrundlage

Ein integriertes DMS automatisiert die Belegflüsse. Eingangsrechnungen werden automatisch erkannt, geprüft und verbucht. Dokumente sind revisionssicher gespeichert und jederzeit auffindbar.

Mobile Apps und Cloud-Lösungen für Echtzeitdaten und flexible Arbeitsmodelle

Mobile ERP-Apps ermöglichen Zugriff auf Aufträge, Bestände oder Kundendaten in Echtzeit. Außendienst, Lager und Service arbeiten synchron, unabhängig vom Standort.

Business Intelligence für datenbasierte Entscheidungen und Prozessoptimierung

Automatisierte Analysen mit Business Intelligence Lösungen liefern Kennzahlen zu Umsatz, Durchlaufzeiten oder Auslastung. Das Management erkennt Optimierungspotenziale frühzeitig und kann Prozesse gezielt anpassen.

Schritt für Schritt zur Prozessautomatisierung

Analyse bestehender Abläufe und Identifikation von Automatisierungspotenzialen

Ermitteln Sie, welche Aufgaben regelmäßig Zeit kosten. Oft eignen sich Routineprozesse wie Auftragsfreigaben, Bestellabläufe oder Servicemeldungen als erster Ansatzpunkt. Dabei ist eine gründliche Prozessanalyse essenziell, um den Soll-Zustand zu definieren.

Auswahl geeigneter Prozesse und Tools zur Automatisierung

Starten Sie mit Bereichen, in denen klare Regeln bestehen und wenige Ausnahmen vorkommen. So lassen sich stabile und reproduzierbare Ergebnisse erzielen. Wählen Sie passende Automatisierungslösungen und Tools, die zu Ihren Geschäftsanforderungen passen.

Pilotierung, Skalierung und kontinuierliche Optimierung

Führen Sie Automatisierungen schrittweise ein. Testen Sie im kleinen Rahmen, messen Sie Ergebnisse und übertragen Sie erfolgreiche Workflows auf weitere Unternehmensbereiche. Eine kontinuierliche Optimierung sichert langfristigen Erfolg.

Schulung und Change Management für Akzeptanz und nachhaltigen Erfolg

Mitarbeitende sollten frühzeitig eingebunden werden. Schulungen fördern Akzeptanz und Verständnis. So wird die Prozessautomatisierung nicht als Kontrollinstrument, sondern als Entlastung wahrgenommen.

Stolperfallen bei der Geschäftsprozessautomatisierung

Datenqualität und Medienbrüche als kritische Erfolgsfaktoren

Automatisierung funktioniert nur mit sauberen Daten. Unvollständige Stammdaten oder uneinheitliche Formate führen zu Fehlern. Prüfen Sie daher regelmäßig Ihre Datenbasis und beseitigen Sie Medienbrüche.

Technische Hürden bei Schnittstellen und Systemintegration

Veraltete Systeme ohne moderne API-Schnittstellen bremsen die Umsetzung. Eine offene Systemarchitektur ist entscheidend, um Integrationen flexibel zu gestalten und zukünftige Erweiterungen zu ermöglichen.

Akzeptanzprobleme in den Teams und Change-Management-Strategien

Veränderungen erzeugen Unsicherheit. Transparente Kommunikation und praxisnahe Schulung helfen, Vorbehalte abzubauen und das Potenzial der Automatisierung sichtbar zu machen.

Best Practices für erfolgreiche Automatisierungsprojekte

Klare Zieldefinition, Kennzahlen und Erfolgsmessung

Definieren Sie messbare Ziele, z. B. Reduktion von Bearbeitungszeiten oder Steigerung der Auftragstreue. Kennzahlen zeigen, ob die Prozessautomatisierung den gewünschten Effekt erzielt.

Agile Umsetzung statt Big Bang

Setzen Sie lieber mehrere kleine Projekte um, statt das gesamte Unternehmen auf einmal zu verändern. So bleibt das Risiko überschaubar und die Lernkurve steil.

Zusammenarbeit von IT und Fachabteilung

Erfolgreiche Automatisierung entsteht nur, wenn IT und Fachabteilungen eng kooperieren. Die IT liefert die Plattform, die Fachbereiche definieren den tatsächlichen Bedarf und die Inhalte.

Handlungsempfehlungen für die ERP-Erweiterung

Prüfen Sie, welche Module oder Add-ons verfügbar sind. Moderne ERP-Systeme lassen sich flexibel erweitern, um Automatisierung von Geschäftsprozessen optimal zu unterstützen.

Wenn Prozesse stocken, Schnittstellen manuell gepflegt werden oder Belege doppelt erfasst werden, ist der Zeitpunkt gekommen, in Automatisierung zu investieren.

Eine Kombination dieser Komponenten bildet die technologische Basis, um End-to-End-Prozesse zu schaffen. So werden Aufträge, Dokumente und Freigaben automatisch gesteuert und die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern erleichtert.

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Prozessautomatisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit im Mittelstand

Die Automatisierung von Geschäftsprozessen ist kein Zukunftsthema, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Sie senken Kosten, beschleunigen Abläufe und schaffen Transparenz. Unternehmen, die heute in Geschäftsprozessautomatisierung investieren, entlasten ihre Teams, steigern die Effizienz und sichern langfristig ihre Leistungsfähigkeit in einem dynamischen Marktumfeld.

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Mirco Rennich

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