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GDPdU Exportmodul


Der GDPdU-Export dient dazu, Originaldaten aus der SQL REWE-Datenbank auszulesen und gemäß dem von der Finanzverwaltung entwickelten "Beschreibungsstandard für die Datenträgerüberlassung" aufzubereiten. Die daraus resultierenden Dateien können von der von der Finanzverwaltung verwendeten Prüfsoftware IDEA zur weiteren Analyse eingelesen werden.

 

Installation

Der GDPdU-Export wird als SQL REWE-Zusatzmodul installiert, Sie benötigen dazu Lizenzdaten mit Freischaltung des GDPdU-Exports.

Nach Installation des GDPdU-Moduls sind in der Benutzerrechteverwaltung (DB-Installation, Menü Benutzer, Benutzerrechte verwalten) die Benutzerrechte zu vergeben. Folgende Benutzerrechte stehen zur Verfügung:

  • Vorlagen verwalten:
    Der Benutzer darf neue Vorlagen anlegen und bestehende ändern sowie Vorlagen löschen
  • Vorlagen bearbeiten:
    Der Benutzer darf angelegte Vorlagen verändern
  • Master-Vorlage erstellen:
    Der Benutzer darf Mastervorlagen erstellen, d.h. innerhalb einer Vorlage festlegen, ob bestimmte Tabellen immer exportiert werden müssen oder nie exportiert werden dürfen
  • Zum Export oder Import von Vorlagen wird ebenfalls dieses Benutzerrecht benötigt
  • Export erstellen:
    Der Benutzer darf den GDPdU-Export starten

Nach Vergabe der Benutzerrechte sind abschließend noch die Modulberechtigungen zu setzen.

 

Daten und "steuerliche Relevanz"

Bevor ein Datenexport durchgeführt werden kann, sind zunächst die zu exportierenden Daten festzulegen. Da die Finanzverwaltung keine exakte Definition gibt, welche Daten als "steuerlich relevant" anzusehen sind, ist vom Benutzer festzulegen, welche Daten des SQL REWE in seinem Unternehmen als steuerlich zu betrachten sind und deshalb exportiert werden müssen.


Holen Sie gegebenenfalls steuerliche Beratung darüber ein, welche Daten Sie dem Prüfer bereitzustellen haben. Die Prüfungsordnung erlaubt es dem Prüfer, alle Daten, die bereitgestellt wurden, im Rahmen der Prüfung zu verwerten! Dies gilt auch dann, wenn deren Überlassung nicht beabsichtigt oder nicht notwendig war!


Folgende Aufstellung der SQL REWE-Datenstrukturen soll Anhaltspunkte zur Export-Beurteilung geben. Diese Aufstellung kann nicht als abschließend betrachtet werden, noch eine steuerliche oder rechtliche Beratung ersetzen. Ob Daten zu exportieren sind ist jeweils betriebsindividuell festzulegen!


Neben Rechnungswesendaten können steuerlich auch solche Daten sein, welche in vorgelagerten Systemen anfallen (z.B. Rechnungsrohdaten einer Warenwirtschaft).

 

Fibu-Modul

  • Bei den Daten des Fibu-Moduls ist von steuerlicher Relevanz auszugehen
  • Als steuerlich relevant können die Tabellen der Steuersatzverwaltung (fibu_steuerklasse, fibu_steuerart, fibu_steuertabelle), die Kontentabelle (fibu_konto) sowie die Buchungstabellen (fibu_belegkopf, fibu_belegzeile) gesehen werden
  • Als steuerlich relevant in weiterem Sinne können noch die Tabelle der Zahlziele
    (zahlziel), die Tabelle der Bankverbindungen (bank) und die Währungstabelle (waehrung) gesehen werden
  • Sonstige Tabellen mit Präfix "fibu_" sind normalerweise nicht steuerlich relevant

Alle weiteren Moduldaten sind nur zusammen mit den Fibu-Daten konsistent auswertbar, da diese Stammdaten der Fibu bzw. Fibu-Buchungen referenzieren.

 

OPos-Modul

  • Falls die OP-Daten als steuerlich relevant betrachtet werden, so sind davon insbesondere die OP-Tabellen (op_kreditor, op_debitor) betroffen; Diese enthalten den OP-Bestand (sowohl offene als auch historische OPs) sowie die OP-Vorgänge (op_vorgang_kred, op_vorgang_deb)
  • Falls Daten des Zahlungsverkehrs als steuerlich relevant betrachtet werden, so ist die Tabelle "fibu_ueberweisung" zu exportieren.

 

Modul Anlagenbuchhaltung

  • Falls eingesetzt, kann von steuerlicher Relevanz ausgegangen werden
  • Definitiv zu exportieren sind die Tabellen der AfA-Arten (anbu_afaart, anbu_afastaffel), der Anlagenstamm (anbu_stamm, anbu_stammupdate), die Anlagenbuchungen (anbu_beleg), das Anlagengitter (anbu_gitter) sowie der AfA-Plan (anbu_afaplan)

 

Modul Chefinfo

  • Hier ist keine steuerliche Relevanz gegeben, da das Chefinfo-Modul ein Auswertungsmodul ist, welches auf die Fibu-Daten zurückgreift und selbst nur (z. B. Reportaufbauten etc.) speichert

 

Modul Kostenrechnung

  • Hier kann steuerliche Relevanz vorliegen, wenn z. B. aus der Kostenrechnung Daten gewonnen werden, die Fibu relevant sind (z. B. Wertansätze zur bilanziellen Bewertung von (Un-)Fertigprodukten.
    Zentrale Kostenrechnungstabellen sind: Kostenbuchungen (kr_beleg), Kostenartentabelle (kr_kostenart), Kostenstellentabelle (kr_kostenstelle), Kostenträgertabelle (kr_kostentraeger), Verwaltung Bezugseinheiten (kr_bezugseinheit), Tabellen für gebuchte innerbetriebliche Leistungen (kr_leistungen, kr_kotr_leistungen)

 

ABI-Modul

  • Eine steuerliche Relevanz kann insofern gegeben sein, da innerhalb der ABI-Tabellen Daten, welche zur Weiterverarbeitung von Fremdsystemen angeliefert wurden, gespeichert sind
  • Zentrale Tabellen sind: Tabelle für Zuordnung Bankverbindung zu Fibu-Konto (baim_banken), Tabelle der Importe (baim_import), Tabelle der durchgeführten Konten/OP-Zuordnungen (baim_zuordnung)

 

Exportvorlagen verwalten

Bevor ein Export durchgeführt werden kann, ist zunächst eine Vorlage anzulegen. Dies erfolgt über das Menü "GDPdU" im Menüpunkt "Vorlagen verwalten".
Beschreibung und Bezeichnung können frei vergeben werden.
Eine Exportvorlage wird immer mandantenübergreifend verwaltet, d.h. jeder Mandant kann die Vorlage verwenden. Der Datenexport selbst erfolgt jedoch immer mandantenbezogen!

GDPdU - Exportvorlagen verwalten

 

Exportvorlagen bearbeiten

Im Menüpunkt "Vorlagen bearbeiten" wird (jeweils für eine Vorlage) festgelegt, welche Tabellen mit welchen Tabellenspalten exportiert werden.

  • Zunächst ist eine Vorlage auszuwählen. Dies kann durch Eingabe des Vorlagennamens im Eingabefeld "Vorlage" oder durch Anklicken des Lupensymbols neben dem Eingabefeld erfolgen.
  • Nach Auswahl der zu bearbeitenden Vorlage werden die Datenbanktabellen geladen und im Dialog angezeigt.

 

GDPdU-Export vornehmen

Der Datenexport wird im Menü "GDPdU" über den Menüpunkt "Export" gestartet. Es öffnet sich ein Dialog, in welchem die Exporteinstellungen angegeben werden müssen.
Es werden nur die Daten des aktuellen Mandanten exportiert!

GDPdU-Export

  • Hier ist die Vorlage für den Export auszuwählen. Nach dem Einlesen der Vorlage wird in der Tabellenansicht rechts die zu exportierenden Tabellen angezeigt.
  • Zielverzeichnis, in welches die Daten exportiert werden. Es wird empfohlen ein neues, leeres Verzeichnis für den Export anzulegen.
  • Daten, welche als Information in die Exportdaten geschrieben werden.
  • Es wird eingestellt, für welche Geschäftsjahre der Export erfolgen soll.

Der Export wird über die Schaltfläche OK gestartet. Im unteren Bereich des Dialogs zeigen zwei Fortschrittsanzeigen den aktuellen Status des Exports an.

GDPdU Export

Nach Ende des Exports erhalten Sie eine Meldung und können in der Tabellenansicht prüfen, welche Datenbanktabellen mit wie vielen Datensätzen exportiert wurden.
Der Export besteht aus Textdateien (jeweils eine pro exportierter Datenbanktabelle), welche die Daten der jeweiligen Tabelle enthält. Neben den Datendateien gehören zum Export noch die Dateien "index.xml" und "gdpdu-01-08-2002.dtd", welche eine Beschreibung der exportierten Tabellen, Felder und Datentypen im XML-Format enthält.

 

Lizenzierung:

  • Die Lizenzierung erfolgt unabhängig von der Benutzerzahl

 



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